#74 – Mitteilungsbedürfnis als Mission oder aus Passion?

Warum möchten wir uns mitteilen?

In meinen Beratungen erlebe ich immer wieder, dass manche Pferdebesitzerinnen und Pferdebesitzer alleine auf weiter Flur sind, wenn es darum geht, ihre Gedanken zu sortieren. Mir geht es immer sehr zu Herzen, wenn ich hinterher höre, das es so gut tat sich mit mir zu unterhalten und dass sie sich danach bestärkt und klarer fühlen.

Doch nicht immer haben wir im Alltag ein Gegenüber, dass uns Mut zuspricht und unseren Weg feiert. Und gerade in emotionalen und körperlichen Krisenzeiten, wenn es dem Pferd oder einem selbst nicht gut geht, dann brauchen wir oftmals nicht den x-ten Rat, sondern einfach jemanden, der zur Seite steht.

Aus diesem sozialen Gefühl nach Gemeinschaft heraus, entstehen häufig Situationen, die jedoch eher innere Konflikte verstärken und dich verunsichern. 

Darum mein Rat: achte genau darauf, mit WEM du über WAS sprichst.

Die Suche nach Anerkennung, Bestätigung, Gemeinschaft, Aufmerksamkeit, Zeugenschaft oder/ und Konfrontation kann eine starke Triebfeder unseres Mitteilungsbedürfnisses sein. 

Wir dürfen nicht vergessen, dass 90-95% unseres Denkens und Handelns unterbewusst geschieht und wir Gespräche im Auto-Pilot-Modus beginnen. Indem wir unreflektiert ein für uns wichtiges Thema ansprechen, sollten wir uns fragen, in welcher Bewusstseinsebene unser Gegenüber ist.

Die Kernbotschaften meines Podcasts habe ich dir im Blog hier als Reflektionsfragen zusammengefasst und lese sie einfach in einem ruhigen Moment.
Nicht jede Frage betrifft dich, doch wenn du beim Lesen „stolperst“, dann beschäftige dich damit in einer ruhigen Minute und mache dir dazu Notizen.

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